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Rapid Planning
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Rapid Planning

Rapid Planning: Nachhaltiges Infrastruktur-, Umwelt- und Ressourcenmanagement für hochdynamische Metropolregionen

Projektlaufzeit:        01.04.2014 – 31.03.2019
Projektförderung:   Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektträger:          PT-DLR

Rapid Planning (RP) ist ein aktions- und anwenderorientiertes Forschungsprojekt das aus den Erfahrungen des Forschungsprogramms „Future Megacities“ des BMBF (Zeitraum 2008 bis 2014) heraus entwickelt wurde.

Rapid Planning knüpft an die Erkenntnis an, dass die rasch fortschreitende Urbanisierung bzw. die notwendige Anpassung an sich hierdurch ständig ändernde Rahmenbedingungen, schnelle und effiziente Planungsvorgänge erfordert, zu deren Unterstützung belastbare Daten bisher jedoch nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer schnell umsetzbaren transsektoralen Planungsmethode für hochdynamische Städte, welche die gemeinschaftliche Betrachtung unterschiedlicher Infrastruktursektoren erlaubt und deren Vernetzung systemisch berücksichtigt. Der Fokus liegt hierbei auf städtischen Ver- und Entsorgungsdienstleistungen und zugehörigen Infrastruktureinrichtungen, insbesondere für die Sektoren Energie, Wasser, Abwasser, Abfall sowie urbaner Landwirtschaft/Nahrungsmittel. Durch die Schaffung einer methodisch strukturierten und übertragbaren Vorgehensweise für sektorübergreifende Planungen in urbanen Wachstumszentren und den Auf- bzw. Ausbau hierfür notwendiger Kompetenzen, sollen bisher ungenutzte intersektorale Synergiepotentiale identifiziert bzw. genutzt und so ein Beitrag zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung geleistet werden. Zur Entwicklung des Rapid Planning Ansatzes (auch in unterschiedlichen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten) und dessen Überprüfung wurden folgende, sich dynamisch entwickelnde, Städte als Untersuchungsraum ausgewählt:

  • Da Nang, Vietnam
  • Kigali, Ruanda
  • Assiut, Ägypten
  • Frankfurt a.M., Deutschland

Der im Rahmen von Rapid Planning zu entwickelnde Ansatz einer integrierten, transsektoralen Planungsmethodik für nachhaltige, grundlegende Infrastrukturleistungen sowie für das Umwelt- und Ressourcenmanagement in schnell wachsenden Städten soll auch für andere urbane Agglomerationsräume in der nördlichen und südlichen Hemisphäre zur Entwicklung von Anpassungsstrategien an die Folgen fortschreitender Globalisierung zur Verfügung stehen. Diese Planungsmethodik wird deshalb auch als Leitfaden (inkl. Informationen zu Technologien, Methoden, Tools, Erfahrungen etc.) konzipiert und bereitgestellt. In Kooperation mit UN Habitat werden darüber hinaus die Projektergebnisse hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf andere schnell wachsende Städte ausgewertet, aufbereitet und u.a. durch internationale Transfer- Workshops verbreitet.

Das Verbundprojekt Rapid Planning ist auf fünf Jahre angelegt, die Forschungsarbeiten sind in 15 Arbeitspakete aufgeteilt, die von den einzelnen Projektpartnern (teils gemeinschaftlich) bearbeitet werden. Neben der Gesamtprojektkoordination und dem Management des Projektes liegt der Schwerpunkt der Arbeiten des AT-Verbandes auf der Entwicklung der transsektoralen Rapid Planning Methode und der Erstellung des zugehörigen Leitfadens als wesentliche Bestandteile des Projektes. Weiterhin ist der AT-Verband maßgeblich in die Tätigkeiten zur Übertragbarkeit der Ergebnisse, in die praktische Umsetzung und in das Change Management eingebunden.

Rapid Planning wird als Forschungsvorhaben durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und im Forschungsverbund gemeinsam mit dem United Nations Human Settlements Programme (UN Habitat) und folgenden Partnern durchgeführt:

  • AT- Verband, Verband zur Förderung angepasster, sozial- & umweltverträglicher Technologien e.V.; Stuttgart
  • Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU-CS)
  • Frankfurt University of Applied Science (FRA-UAS)
  • Institut für Automation und Kommunikation (ifak); Magdeburg
  • Ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH
  • Institut für Umweltwirtschaftsanalysen Heidelberg e.V. (IUWA)
  • Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) gGmbH; Saarbrücken
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Campus Suderburg
  • Technische Universität Berlin (TU Berlin)
  • Universität Stuttgart, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), Stuttgart
  • Eberhard Karls Universität Tübingen, Fachbereich Geowissenschaften
  • UN-Habitat – United Nations Human Settlements Programme